Die Startseite Uncategorized Frauenstreik in Berlin: Hunderte demonstrieren für Gleichberechtigung

Frauenstreik in Berlin: Hunderte demonstrieren für Gleichberechtigung

von Moritz Geier

Werbung

Mehr als tausend Frauen gingen heute in Berlin auf die Straße, um mehr Gleichberechtigung zu fordern. Inspiriert wurden sie vom landesweiten Frauenstreik in Island im Jahr 1975.

Werbung

Anlässlich des Internationaler Frauentag finden weltweit Protestaktionen für mehr Gleichstellung statt. Auch in ganz Deutschland werden Demonstrationen organisiert.

Demonstration am Brandenburger Tor

Hunderte Menschen versammelten sich am Brandenburger Tor in Berlin im Rahmen eines sogenannten „Generalstreiks“ für mehr Frauenrechte.

Ziel der Aktion war es, bezahlte und unbezahlte Arbeit symbolisch zu unterbrechen und damit zu zeigen, wie stark Gesellschaft und Wirtschaft von der Arbeit von Frauen abhängen. Dazu hatte die Initiative „Genug! Genug!“ aufgerufen.

Proteste auch in anderen Städten

Laut der Sprecherin Rita Schumacher gingen Menschen auch in anderen deutschen Städten auf die Straße, darunter:

  • Bonn

  • Köln

  • Tübingen

  • München

  • Bremen

sowie in weiteren Städten.

Mehr als tausend Teilnehmende in Berlin

Nach Angaben der Initiative war die Kundgebung im Zentrum Berlins – zusammen mit mehreren dezentralen Aktionen – Teil eines globalen Frauen-Generalstreiks.

Die Organisatoren sprachen von bis zu 1.200 Teilnehmenden, während die Polizei die Zahl auf etwa 700 Personen schätzte.

Auf Plakaten standen unter anderem Slogans wie:

  • „Frauen sind die verlässlichste Stütze der Gesellschaft“

  • „Ohne uns steht alles still“

  • „Verbrennt das Patriarchat – es existiert lange genug“

„Ich streike für die Rechte der Frauen“

Auch Lisa Lukassen nahm an der Demonstration teil. Sie erklärte:

„Ich streike für die Rechte der Frauen – für alle Rechte, für die Hälfte der Welt – und gegen Patriarchat und Unterdrückung.“

— Lisa Lukassen, Teilnehmerin der Demonstration

Initiative: „Jetzt muss es weh tun“

In einer Erklärung der Initiative heißt es, dass Frauen etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, jedoch deutlich weniger politische und wirtschaftliche Macht besitzen als Männer.

Um diese Ungleichheit zu bekämpfen, seien stärkere Maßnahmen notwendig als Petitionen und „geduldige Demonstrationen“. Deshalb rufe man zum Streik auf.

Adrienne Goehler von der Initiative „Genug!“ sagte:

„Wahrscheinlich tut es jetzt weh. Aber angesichts dessen, was wir in dieser brennenden Welt erleben, kann man nicht mit Wattebällchen dagegen ankämpfen.“

— Adrienne Goehler, Initiative „Genug!“

Zehntausende demonstrierten am Frauentag

Bereits am Sonntag, dem Internationaler Frauentag selbst, gingen in Berlin Zehntausende Menschen für gleiche Rechte auf die Straße.

Nach Angaben der Berliner Polizei nahmen an verschiedenen Aktionen insgesamt rund 40.000 Menschen teil.

Sie können auch mögen